23.08.2019 – Karsten Blauel

Die 5 KoshasYogatherapie mit Logosynthese verbinden

In der Yogatherapie wird mit einem ganzheitlichen Menschenbild gearbeitet, dabei werden dem Menschen drei Körper (Sharias) und 5 Hüllen bzw. Ebenen (Koshas) zugeordnet. Diese beinhalten alle manifestiert wahrnehmbaren, bzw. mental oder spirituell erfahrbaren Aspekte des menschlichen Wahrnehmens, Empfindens, Fühlens und Seins.

Der Schwerpunkt dieses Artikels sind die folgende fünf Ebenen:

  • physische Ebene (Annamaya Kosha)

  • energetische Ebene (Pranamaya Kosha)

  • emotionale Ebene (Manomaya Kosha)

  • geistige Ebene (Vijñānamaya Kosha)

  • spirituelle Ebene (Anandamaya Kosha)

Mit den Koshas wird in der Yogatherapie auf verschiedene Art und Weise gearbeitet: Sie dienen in der Anamnese z.B. der Beschreibung, Lokalisierung und Eingrenzung des empfundenen emotionalen oder körperlichen Leidens und unterstützen die Zielklärung. Im weiteren Verlauf eines Heilyogaplanes kann dann z.B. über die Koshas darauf zurück geschlossen werden, welche Veränderungen des Zustandes der Klient in den verschiedenen Ebenen wahrnimmt. Oder aber es wird in der Behandlung direkt mit den Koshas gearbeitet, z.B. in Visualisierungen, Heilreisen, mit Atemübungen (Pranayama), Übungen zur Energielenkung, Meditationen, etc.

In der vergangenen Woche habe ich in einem großen Yoga Seminarhaus in Bad Meinberg, ein Seminar geleitet, ein Bestandteil war eine Meditationsübung mit den fünf Koshas. Diese Übung wird mit dem Schwerpunkt Visualisierung, Wahrnehmung und Entspannung durchgeführt, nach einer längeren Erprobungsphase habe ich sie um die Logosynthese erweitert und im Rahmen des Seminars angewendet.

Logosynthese ist ein neues, umfassendes System zur persönlichen Entwicklung, welches 2005 von Dr. Willem Lammers entwickelt wurde und seitdem ständig weiter entwickelt wird. Es basiert auf einem Energiemodell und schließt neben Körper und Geist, als zentrales Element einen Lebenssinn, eine Essenz mit ein. In der Anwendung der Logosynthese wird blockierte (Lebens)Energie durch die Anwendung von Worten wieder in den Fluss gebracht. Das Leben einschränkende negative Verhaltensweisen und Blockaden können so reduziert, oder aufgelöst werden.

Die folgende Beschreibung der Anleitung der Teilnehmer, verdeutlicht das Vorgehen und die Wirkungsweise:

Die Teilnehmer setzen sich in eine stabile, für sie angenehme und aufrechte Position. Sie nehmen zunächst einige bewusste und tiefe Atemzüge und lassen dann den Atem im eigenen Rhythmus fließen. Begonnen wird mit der physischen Ebene. Die Aspekte der physischen Ebene werden vorgelesen und beschrieben. Die Teilnehmer verbinden sich nun mit der physischen Ebene ihres Körpers und nehmen wahr, was gerade wahrzunehmen und spürbar ist. Hierbei soll nicht bewertet werden, nur hingeschaut und beobachtet, falls dies möglich ist. Wenn nun in der Ebene Widerstände, Blockaden oder etwas anderes störende wahrgenommen wird, sollen die Teilnehmer besonders tief und bewusst in diese Wahrnehmung hinein atmen und bewusst mit dem Ausatmen entspannen. Anschließend werden die Basissätze der Logosynthese in den weiteren Verlauf integriert. Sie werden gesprochen mit folgendem Auslöser: „die Wahrnehmung in der N-Ebene, und alles was sie repräsentiert. Alle drei Sätze werden von den Teilnehmern nachgesprochen, mit einer ca. 1-minütigen Wirkungspause. Anschließend wird der ganze Vorgang mit den vier weiteren Koshas durchgeführt, jeweils mit einer 1-minütigen Wirkungsphase nach den Sätzen. Nach der spirituellen Ebene wird die Meditation abgeschlossen.

Von den Teilnehmern und Probanden wurden verschiedene Wirkungen formuliert. Es wurden teilweise Verbesserungen bei „handfesten“ körperlichen Symptomen in der physischen Ebene (Annamaya Kosha), festgestellt. Es reduzierten sich z.B. latenter Dauerschmerz in der Lendenwirbelsäule, sowie Verspannungen im Nacken. Bei weniger eindeutig beschreibbaren Wahrnehmungen, wie zum Beispiel nervösem Kribbeln im Bauch- und Herzraum und Druckempfinden, diese sind eher der energetischen- und emotionalen Ebene (Pranayama- und Manomaya Kosha) zuzuordnen, wurden durch eine Zunahme an „innerer Ruhe“ eine positive Wirkung genannt. Auch die als „Gedanken-karussel“ beschriebene Wahrnehmung (geistige Ebene: Vijñānamaya Kosha) reduzierte sich.

Meine eigenen Beobachtungen und die meiner Pre-Tester, wurden durch die beschriebenen Erfahrungen der Seminargruppe bestätigt. Dies unterstützt meine Motivation, diesen Ansatz in meiner Arbeit mit Heilyoga weiter zu verfolgen und auszuschärfen.

Ich lade vor allem alle praktizierenden Yogalehrer- und Therapeuten ein, diese Form der Kosha-Meditation zunächst an euch selber und dann in einer kleinen Gruppe auszutesten. Sie führt sehr sanft in die Wahrnehmung von Blockaden in den Koshas hinein und scheint sie auf sehr sanfte Art und Weise zu reduzieren bzw. aufzulösen.

Über ein Feedback und Erfahrungsberichte würde ich mich sehr freuen, über Facebook oder per Mail. Im folgenden ist ein Link zum Download der Meditation hinterlegt:
http://www.coaching-in-lebensfragen.de/09_kosha_meditation/

Weitere Infos

Was ist Logosynthese?
http://www.logosynthesis.international/was-ist-logosynthese/?lang=de

Körper, 5 Hüllen:
https://vedanta-yoga.de/satsang-talk-die-3-koerper-und-5-huellen-panchakosha

5 Koshas:
https://www.heilyoga.me/5-koshas-herz-kreislauf/